Wohin mit dem Ersparten? Das fragen sich viele deutsche Anleger seit der europäischen Schuldenkrise.

In Zeiten großer Unsicherheiten ist das kurzfristige Parken von Geldern durchaus der richtige Weg, so die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Obwohl die Zinsen sogar unter dem Inflationsniveau von 1,9 Prozent liegen, geht der Trend zum Tagesgeld. Deutsche Anleger nehmen die Verluste dabei hin, um flexibel zu bleiben. Sich langfristig zu binden, scheint nicht das Gebot der Stunde zu sein, da niemand weiß, welche Anlageform sich morgen wie entwickelt.

Verbraucherschützer warnen jedoch vor Lockvogel-Angeboten beim Tagesgeld, mit denen Banken lediglich neue Kunden gewinnen wollen. Oft können Verbraucher nicht wissen, wie lange ein Anbieter seine Top-Konditionen beibehält.
So kann es vorkommen, dass die Zinsen deutlich sinken sobald der Kundenstamm einer Bank groß genug ist. Geschehen sei dies etwa bei der Wüstenrot-Bank, die Spitzenreiter beim Tagesgeld war, in der aktuellen Rangfolge aber gar nicht mehr erscheine, so die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.
Das Verbraucherportal biallo.de empfiehlt, Tagesgeldangebote zu vergleichen und die Banken auswählen, die schon länger auf den Markt sind und in der Regel durchgehend gute Zinsen angeboten haben.

Tipp: Behalten Sie Zinssatz und Konditionen im Auge. Vergleichen Sie dazu am besten an einem Stichtag jedes halbe Jahr, ob ihre Konditionen immer noch gut sind. Einige Geldinstitute rechnen nämlich mit der Trägheit der Bankkunden, die die Entwicklung über einen längeren Zeitraum nicht verfolgen.