Seit 2010 muss jedes Anlagegespräch schriftlich protokolliert werden. Somit soll der Bankkunde später im Zweifelsfall vor Gericht etwas in der Hand haben.

Die Praxis zeigt aber, dass die Protokolle weniger den Kunden als vielmehr den Banken nutzen. Denn die Bankangestellten wissen was sie protokollieren müssen. Daher sind die Beratungsprotokolle fast nie geeignet, eine eventuelle Falschberatung zu beweisen.

Bundesverbraucherminister Heiko Maas hat nun angekündigt die Protokolle zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Für viele Kritiker ein sinnloses Unterfangen. Sie verlangen die Beratungsprotokolle abzuschaffen. Stattdessen sollten die Bankgespräche mit Einverständnis des Bankkunden aufgezeichnet werden. Dadurch wird alles eins zu eins aufgenommen und nicht beeinflusst.

Quelle: Süddeutsche Zeitung. Von Daniela Kuhr. Dienstag, 22. April 2014