Wer einen Kredit sucht, informiert sich oft in einem Online-Vergleichsportal. Doch viele Vergleichsportale sind irreführend, warnt Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Denn das Angebot, das die Bestenliste anführt, muss nicht immer tatsächlich das Beste sein.

Eine entscheidende Schwachstelle von Vergleichsportalen ist demnach, dass sie meistens nur wenige Kriterien berücksichtigen, um somit so viele Anbieter wie möglich vergleichen zu können, erklärt Postbank-Sprecher Ralf Palm.

Vergleich hin, Vergleich her, am Ende entscheidet immer: Die Bonität. Denn Banken gehen bei ihren Angeboten von einem Kunden mit guter Bonität aus. Ob der Bankkunde den aufgelisteten Kredit zu diesen Konditionen bekommt, kann er also gar nicht im Vergleichsportal erkennen.

Aus Sicht der Verbraucher müssen mehrere Faktoren stimmen, so Oelmann. Wichtig ist nicht nur die Höhe des Zinssatzes, sondern auch die Seriosität des Anbieters, die Laufzeit und die Flexibilität, zum Beispiel bei den Raten.

Dennoch: Durch Vergleichsportale können Bankkunden sich immerhin einen gewissen Überblick verschaffen und sich auf ein Gespräch bei der Hausbank gut vorbereiten.

Quelle: n-tv.de, Montag, 11. August 2014