Angesichts eines EZB-Leitzinses von 0,05 Prozent kassieren Banken bei ihren Kunden im Dispo noch immer deutlich zu viel, stellt die Stiftung Warentest in einer neuen Untersuchung fest.

Die Dispokreditzinsen sind zwar im Vergleich zu 2013 um über ein Prozent gesunken, dennoch zahlen Kunden bis zu 14,25 Prozent für die geduldete Überziehung (Dispozins).

Die gute Nachricht ist, dass es günstigste Anbieter gibt. Die schlechte, dass ein Konto mit niedrigem Dispo nicht automatisch zu besseren Konditionen führt. Laut Finanztest sind Begünstigungen kaum umsonst. Denn das, was die Institute an Zinsen senken, holen sie sich an anderer Stelle wieder zurück, beispielsweise durch eine höhere Kontoführungsgebühr.

Das gilt auch für die sogenannten Premium- oder Exklusiv-Konten mit Extras, zum Beispiel einer goldenen Kreditkarte oder einem reduzierten Dispozins. Zudem sind diese Angebote meist nur für Kunden mit höherem Einkommen zu haben. Klingt oft verlockend, aber unter dem Strich zahlen auch diese Kunden in der Regel mehr als mit einem normalen Konto.

Quelle:
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/stiftung-warentest-untersucht-dispozinsen-die-masche-mit-dem-premium-konto/10708368.html Dienstag, 16. September 2014. Von Lisa Kolde
http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge-versicherung/altersvorsorge-sparen/dispozins-bloss-nicht-in-die-miesen-rutschen-seite-all/10707322-all.html Dienstag, 16. September 2014. Von Katharina Schneider