Eine Frau aus Deggendorf (Bayern) findet bei ihrem verstorbenen Schwiegervater ein altes Sparbuch – in D-Mark. Weil die Bank sich weigert, den Betrag auszuzahlen, zieht sie vor Gericht. Jetzt bekam die Kägerin recht.

Das Gericht erklärt: Dass das Sparbuch 38 Jahre lang nicht angerührt wurde und D-Mark-Beträge enthält, spielt keine Rolle. Das Argument der Bank, das Geld sei längst an den Schwiegervater ausbezahlt worden, die Unterlagen darüber seien aber bei einem Wasserschaden zerstört worden, wies das Gericht zurück, so TZ.

Laut BaFin erlöschen Ansprüche auf Geldbeträge alter Sparbücher nicht, denn Sparbücher sind Urkunden mit Wertpapiercharakter. Sollte die betreffende Bank die Behauptung aufstellen, dass die Forderung nicht mehr besteht, muss sie dies nachweisen.

Auf Geldbeträge in Reichsmark oder in Mark der DDR besteht jedoch kein Anspruch mehr.

Quelle:
Tageszeitung (TZ), Sonntag, 21. Dezember, 2014

Aktuelle bankscore Meldung vom 18.03.2013:
http://bankscore.de/aktuelle-meldungen/altes-sparbuch-gefunden-was-tun.html
http://www.bafin.de/SharedDocs/FAQs/DE/Verbraucher/BankenBausparkassen/Allgemeines/01_altes_sparbuch.html?nn=2789792