Will die Postbank ihre Kunden dadurch zum Onlinebanking drängen?

Ab dem 1. April bittet die Deutsche-Bank-Tochter Kunden von Girokonten, die ihren Zahlungsverkehr über Papierbelege und nicht per Onlinebanking durchführen, zur Kasse. Jede Überweisung, alle Scheck- und Wechseleinzüge sowie die erste Dauerauftrag-nutzung kostet dann jeweils 99 Cent. Früher waren diese Buchungsposten kostenlos, so Michael Kohlstadt, „DerWesten“.

Die Postbank begründet diesen Schritt mit den hohen Kosten, die mit der Abwicklung der Papierbelege verbunden sind.

Die Stiftung Warentest fordert die Postbankkunden auf, gegen die Erhebung dieser neuen Gebühr zu protestieren. Sie finden beim nachstehenden Link einen Musterbrief der Stiftung Warentest zum Herunterladen:

https://www.test.de/Musterbriefe-Kontofuehrungsgebuehr-So-fordern-Sie-Ihr-Geld-zurueck-4808683-0/

Die Verbraucherschützer berufen sich dabei auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH), wonach „pro Buchung“ erhobene Gebühren rechtswidrig sind. Kunden, die der Änderung der Entgeltregelung widersprechen, riskieren allerdings die Kündigung des Kontos durch die Postbank, so die „TZ“.

Wer nicht innerhalb von zwei Monaten Widerspruch einlegt, für den erfolgt die Umstellung automatisch.

Quelle:

http://www.derwesten.de/politik/post-draengt-kunden-zu-online-banking-aimp-id10289682.html Von Michael Kohlstadt, Freitag, 30. Januar 2015

TZ Wochenende, Samstag, 31. Januar/Sonntag, 1. Februar 2015