Viele Banken heben ihre Gebühren für Girokonten an oder führen Entgelte wieder ein, so Verbraucherschützer. Die Geldhäuser bieten zwar kostenlose Konten an, aber mit der versprochenen „Zufriedenheitsgarantie“ ist es oft nicht weit her, schreibt die Süddeutsche Zeitung.

Weil die Niedrigzinsen die Gewinne der Geldinstitute auffressen, kosten auch Dienstleistungen wie eine Kreditkarte oder Papier-Überweisungen zunehmend extra.

Ein Kontowechsel könne sich lohnen, aber nicht immer, sagt Markus Feck von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Nach Einschätzung der Stiftung Warentest lohnt sich ein Wechsel erst, wenn ein Onlinekonto bisher mehr als 40 Euro und ein Filialkonto mehr als 80 Euro im Jahr gekostet haben. Etwaige Startguthaben oder eine einmalige Wechselprämie zahlen sich in der Regel nicht aus.

Bei der Suche nach dem passenden Konto muss der Kunde entscheiden was er braucht: Muss es eine Filiale in der Nähe sein oder reicht auch ein Onlinekonto bei einer Direktbank? Ist ein großes Netz an kostenlos nutzbaren Geldautomaten wichtig? Wie häufig rutscht der Kontostand ins Minus? Benötigt man überhaupt eine Kreditkarte?

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/banken-ueber-gebuehr-1.2509410 Dienstag 9. Juni 2015. Von Stephan Radomsky