Per Gesetz will nun die Bundesregierung die Banken verpflichten, ihren Kunden beim Überziehungskredit billigere Alternativen anzubieten. Denn für Dispokredite berechnen die Geldhäuser Zinsen, die meist weit höher sind als bei anderen Kreditformen, wie beispielsweise einem Konsumenten- oder Rahmenkredit.

Laut Spiegel ist vorgesehen, dass Banken ein Gespräch über kostengünstigere Alternativen anbieten müssen, wenn jemand seinen Dispokredit ein halbes Jahr lang zu durchschnittlich mehr als 75 Prozent ausschöpft hat.

Damit die Verbraucher Zinsätze miteinander vergleichen können, sollen die aktuellen Zinssätze gut sichtbar im Internet veröffentlicht werden, so Verbraucherschutzminister Heiko Maas (SPD). Die Zinssätze gesetzlich zu „deckeln“, also eine maximal zulässige Höhe vorzugeben, wie es Verbraucherschützer fordern, ist im Gesetz nicht vorgesehen.

Das Gesetz verpflichtet außerdem Kreditgeber, Kunden vor der Vergabe von Immobiliendarlehen, deren Kreditwürdigkeit streng zu prüfen. Auch im Sinne der Verbraucher um unverantwortliche Kreditvergaben zu vermeiden, erläutert beck-aktuell. In diesem Zusammenhang ist eine Kopplung mit anderen Finanzprodukten nur noch in bestimmten Fällen erlaubt. Die beliebte Kombination von tilgungsfreiem Darlehen und Lebensversicherung dürfte somit bald zur Vergangenheit gehören, so die Welt.

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/heiko-maas-gesetz-soll-verbraucher-vor-dispozinsen-schuetzen-a-1043796.html Mittwoch, 15. Juli 2015

http://www.welt.de/finanzen/article144067937/Neue-Hoffnung-im-Kampf-gegen-den-Dispo-Wucher.html Mittwoch, 15. Juli 2015. Von Karsten Seibel

http://rsw.beck.de/aktuell/meldung/gesetzentwurf-verbraucherschutz-bei-immobiliardarlehen-und-dispokrediten-soll-verbessert-werden Mittwoch, 15. Juli 2015