Eine Vorsorgevollmacht, die zur Vornahme von Vermögensangelegenheiten berechtigt, berechtigt den Bevollmächtigten auch zur Verfügung über das Bankkonto des

Vollmachtgebers. Vorausgesetzt, für das Konto wurde zuvor keine gesonderte

Bankvollmacht erteilt, so ein aktuelles Urteil des Landgerichts Detmold.

Damit spricht sich das Gericht gegen die gängige Bank-Praxis: Denn viele Banken verlangen neben der Vorsorgevollmacht noch die Erteilung einer gesonderten Bankvollmacht mittels bankeigener Formulare.

Akzeptiert das Geldinstitut alleine die Vorsorgevollmacht nicht und hindert den Vollmachtempfänger daran, Bankgeschäfte zu tätigen, macht diese sich schadensersatzpflichtig.

Quelle:

Urteil des Landgerichts Detmold vom 14. Januar 2015, Az.: 10 S 110/14

Geteilt auf Google+ von Sandra Ruppin, Rechtsanwältin