Mit dem Abgas-Skandal hat die Bank nichts zu tun – und doch: die 100-prozentige Banktochter von Volkswagen spürt die Krise deutlich, so Meike Schreiber, Süddeutsche Zeitung.

Zum einen hat sich die Kreditwürdigkeit des Konzerns verschlechtert. Daher muss die Bank auch höhere Zinsen zahlen, wenn sie am Markt Kapital aufnimmt. Denn wenn VW weniger Autos verkauft, drückt das die Gewinne der Bank, schreibt die Rating-Agentur Moody’s.

Nach Einschätzung der SZ müssen sich Privatkunden, die ihr Erspartes in Tages- oder Festgeld bei VW Financial Services angelegt haben, dennoch keine Sorgen machen. Die Bank sei gut kapitalisiert und nicht von einer Pleite bedroht. Zudem sei sie in der gesetzlichen und privaten Einlagensicherung – die Kundeneinlagen sind damit abgesichert.

Probleme könnte es mit etwa 16 % der Kredite, die direkt an Autohändler weltweit vergeben sind, geben. Verkaufen diese wegen der Krise weniger Autos und geraten dadurch in Schwierigkeiten, wird sich auch das negativ auf die Bilanz auswirken. Die Bank müsste dann zum Beispiel die Vorsorge für ausfallgefährdete Kredite erhöhen.

Quelle:

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/abgas-affaere-jetzt-auch-noch-die-volkswagen-bank-1.2676089 Montag 5. Oktober 2015. Von Meike Schreiber