Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) will Provisionen bei Finanzberatungen verbieten lassen. Aus Sicht der Verbraucherschützer führt die auf Provisionen basierende Finanzberatung zu Fehl- und Falschberatungen. Nicht zuletzt weil Finanzberater leicht in einen Interessenkonflikt gerieten, weil bestimmte Finanzprodukte wegen der damit verbundenen Provisionen sehr reizvoll seien.

Verbraucher müssten sich jedoch auf die Qualität der Finanzberatung verlassen können, denn kaum ein Kunde sei in der Lage, Qualität, Leistung und Preis von komplexen Finanzdienstleistungen korrekt einzuschätzen.

Das Beratungsprotokoll wurde deshalb in 2010 eingeführt. Dieses habe sein Ziel verfehlt, so der vzbv, weil es für das Protokoll keine eindeutigen, standardisierten Vorgaben gibt. Deshalb schlägt vzbv vor, im Zuge des Finanzmarktstabilisierungsgesetzes ein Provisionsverbot einzuführen und den Stand der unabhängigen Honorarberatung zu verbessern.

Quelle: http://www.handelsblatt.com/finanzen/steuern-recht/recht/verbraucherschutz-bundesverband-fordert-provisionsverbot-bei-finanzberatung/12586906.html Freitag, 13. November 2015