Der Ausweg aus Null-Prozent-Zinsen ist mühevoll. So scheint die Stunde für die voll automatisierte Geldanlage im Internet geschlagen zu haben. Denn immer öfter stößt man auf Anlageroboter und automatisierte Vermögensverwaltung. Finanztechnologiefirmen mit diesem Ansatz heißen Vaamo, Easyfolio, Scalable Capital, Cashboard oder Ginmon, so die Stuttgarter Nachrichten.

So treffen Anlageroboter für den Kunden die Vorauswahl aus dem unübersichtlichen Angebot an Indexfonds. Fonds, die in der Regel auch bei einer klassischen Bank zu haben sind, aber selten angeboten werden, da die Banken vergleichsweise wenig dabei verdienen. Die Fintechs verzichten auf Berater und setzen auf automatisierte Prozesse, wodurch sie Kostenvorteile erzielen. Die Gebühren für die Dienstleistung der Anlageroboter sind unterschiedlich. Ginmon etwa berechnet als Grundgebühr jährlich 0,39 Prozent der Anlagesumme, dazu kommt eine Erfolgsbeteiligung von zehn Prozent des Gewinns.

Aber nicht nur junge Unternehmen benutzen Robo-Advisoren, sondern auch die Deutsche Bank. Auf ihrer Online-Anlageplattform Maxblue will die Bank börsenerfahrene Anleger an sich binden wie auch junge Leute für die Börse gewinnen.

Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg sieht jedoch die Einstufung des Anlegertyps kritisch. Wichtig bleibt immer die Beratung und wie Chancen und Risiken präsentiert werden, damit der Anleger die richtige Entscheidung treffen kann. Mit sieben bis zehn Fragen, wie sie Anlageroboter stellen, sei es nicht getan.

Für Tipps zum Geldanlegen im Netz lesen Sie:

http://www.finanztip.de/robo-advisor/ Freitag 11. Dezember 2015. Von Finanztip-Redaktion

Quelle:

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.fintechs-wenn-der-roboter-das-geld-anlegt.327fc613-700a-4f47-8cf1-c9dbf46916cb.html Dienstag, 8. Dezember 2015. Von Sabine Marquard

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/geldanlage-trotz-niedrigzinsen/deutsche-bank-startet-mit-robo-advisor-anlageberatung-online-13953517.html Dienstag, 8. Dezember 2015. Von Tim Kanning