Falsche Schufa-Einträge können erheblichen Schaden für Bankkunden anrichten. Welche Informationen die Schufa speichern darf und wie lange, lesen Sie hier:

Die Schufa speichert zu natürlichen Personen personenbezogene Daten wie:

–    Namen

–    Geburtsdatum und gegenfalls Geburtsort

–    Anschrift, eventuelle sonstige, auch frühere Anschriften

Ferner Informationen über:

–    Bankkonten

–    Kreditkarten

–    Leasingverträge

–    Mobilfunkkonten

–    Ratenzahlungsgeschäfte

–    Kredite und Bürgschaften

–    sowie Zahlungsausfälle bei angemahnten und unbestrittenen Forderungen

Diese Fristen gelten bei der Löschung von Schufa-Daten

Informationen über Kreditanfragen, Verträge und Insolvenzverfahren bleiben Monate – oft jahrelang in den Verzeichnissen der Auskunftei. Ein Überblick:

Zwölf Monate

Kreditanfragen löscht die Schufa erst nach 12 Monaten. In den Auskünften stehen diese Angaben Schufas Vertragspartnern aber nur zehn Tage lang zur Verfügung.

Drei Jahre

–    Kredite ab dem Zeitpunkt der Rückzahlung

–    Infos über nicht erfüllte Zahlungen.

Als Referenzdatum gilt hierbei der Zeitpunkt der Speicherung. Voraussetzung für die Löschung nach drei Jahren ist, dass sich die Zahlungsunregelmäßigkeiten erledigt haben.

–    Informationen über Kreditkartenkonten.

Referenzdatum: Beendigung der Geschäftsbeziehung mit dem Kreditgeber

–    Daten aus den Schuldnerverzeichnissen der Amts- und der zentralen Vollstreckungsgerichte. Wenn die Informationen jedoch bei den Gerichten selbst schon gelöscht sind, dann löscht auch die Schufa sie vor Ablauf der Dreijahresfrist.

–    Informationen über eine Restschuldbefreiung (Erteilung oder Versagung)

–    Infos über die Aufhebung eines Insolvenzverfahrens.

Vier Jahre

Informationen über Zahlungsschwierigkeiten und nicht erfüllte Verträge können bis zu vier Jahre lang gespeichert werden, wenn diese Dinge unerledigt bleiben. Bei einer unausgeglichenen titulierten Forderung darf Schufa die Daten noch länger speichern.

Sonstige Fristen

Informationen über Girokonten löscht die Schufa, sobald das Konto selbst gelöscht wird. Bei Versandhauskonten wird gelöscht, sobald die Forderungen beglichen sind.

Weitere Informationen finden Sie im Anhang einer Schufa-Verbraucherauskunft

www.schufa-bonitaetsauskunft.de

Quelle:

http://www.wiwo.de/finanzen/steuern-recht/falsche-schufa-auskunft-der-bonitaetskrieg-und-wie-kreditnehmer-ihn-gewinnen/13076190-all.html 10. März 2016. Von Andreas Toller