Kreditkarten für Kinder und Jugendliche liegen im Trend. Beispielsweise um schnell mal kostenpflichtige Apps und Spiele laden zu können. Allerdings verlangen die Anbieter eine Kreditkartennummer, um bezahlen zu können.

Christian Urban von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt: Auch Prepaid-Kreditkarten sind nicht automatisch ein Schutz gegen maßloses Shopping, sie sind noch nicht einmal immer billig. Im schlimmsten Fall verschuldet sich der Nachwuchs. Meistens haben die Eltern eine Haftungserklärungen unterschrieben, demnach müssen sie die entstehenden Kosten übernehmen.

Beispiel Viabuy:

Bei Google bietet Viabuy ihre Mastercard an, die wie ein Prepaid-Handy mit einem Guthaben aufgeladen werden muss. Die Firma bewirbt ihre Karte mit viele „keine Gebühr“-Einträgen. Es ist nicht einmal eine Jahresgebühr fällig. Dafür allerdings eine Einmalzahlung von 89,70 Euro.

Wer die Geschäftsbedingungen liest findet weitere Kostenfallen. So ist die erste Bareinzahlung oft nicht kostenlos. Bargeld abheben kostet in der Regel mindestens fünf Euro. Bei Zahlungen in Fremdwährung kassiert Viabuy 2,75 Prozent des Betrags. Weiter fallen ab dem vierten Jahr Nutzungsgebühren von knapp 30 Euro an.

Unter bestimmten Umständen“ kann sogar das Konto ins Minus rutschen, etwa wenn die Karte offline durch ein Terminal-Gerät im Kaufhaus gezogen wird.

Quelle:

http://www.stern.de/wirtschaft/geld/kreditkarten-fuer-kinder–warum-verbraucherschuetzer-alarmiert-sind-6788234.html Montag, 11. April 2016. Von Rolf-Herbert Peterson