2016 schraubten die Banken kräftig die Gebühren für das Girokonto nach oben. Das zeigte eine Studie* des Finanzjournalisten Udo Keßler. Für das Jahr 2017 gibt es keine Entwarnung.

Verglichen wurden die wichtigsten Kosten, die mit einem Girokonto verbunden sind:

die Kontoführungsgebühr, die Gebühren für die Girocard (früher EC-Karte) und für die Kreditkarte.

Spitzenreiter der Preistreiber sind: Frankfurter Sparkasse, Hypo-Vereinsbank und Postbank, bei denen das Girokonto jetzt mehr als dreimal so viel kostet wie noch vor einem Jahr. Bei den teuersten Anbietern kosten Girokonten mit Zusatzleistungen bis zu 150 Euro im Jahr oder sogar mehr.

In dem Vergleich schneiden die vier Direktbanken Comdirect, ING-Diba, Deutsche Kreditbank und Norisbank am Besten ab. Bei ihnen ist ein Girokonto inklusive Girocard und Kreditkarte nach wie vor ohne Bedingungen kostenlos, ebenso wie bei den Filialbanken Santander und Sparda-Bank München.

Deshalb kommt auch der Studienautor zu dem Fazit, dass sich der Wechsel zu einem günstigen Anbieter noch nie so gut ausgezahlt hat wie heute.

Beispiele für Gebührenfallen:

Der Namenwechsel beim Girokonto wird genutzt zu einer Erhöhung der Preise.

Bei einem monatlichen Geldeingang ab 1000 Euro gab es das Konto zum Nulltarif – das entfällt nun.

Für Dienstleistungen, die zum normalen Service der Bank gehören wie beispielsweise die Nutzung des Kontoauszugsdruckers, werden künftig bis zu 2,50 Euro berechnet.

Für das Auszahlen von eigenem Geld am Bankschalter (Kasse) ist künftig eine Gebühr fällig.

Die Bearbeitung (mit einem Mitarbeiter) eines Dauerauftrages kostet „pro Vorgang“ bis zu 3,50. Euro.

* „So erhöhten die Banken 2016 die Gebüren“. Keßler untersuchte 16 Banken mit großem Filialnetz: sechs überregionale Institute, dazu die Sparkassen und Genossenschaftsbanken in den fünf größten deutschen Städten.

Quelle:

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/finanzen-teures-girokonto-1.3309791

Montag 26. Dezember 2016. Von Harald Freiberger