Beim Kontoauszug – auch Online-Auszüge – handelt es sich um eine Mitteilung der Bank. Er hat keinen besonderen Rechtscharakter wie eine Urkunde, klärt Sibylle Miller-Trach von der Verbraucherzentrale Bayern auf. Daher gilt auch keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht.

Wichtig zu wissen:

Wenn der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen den angegebenen Angaben widerspricht, genehmigt er diese. Die sechs Wochenfrist gilt ab dem Zugang des Rechnungsabschlusses.

Werfen Sie dennoch die Kontoauszüge nicht sofort weg; denn: Im Zusammenhang mit beispielsweise Handwerkerleistungen (Gewährleistungsansprüche) oder Zahlungen im Verbindung mit Kaufverträge ist es ratsam die Kontoauszüge aufzubewahren. In diesen Fällen für etwa zwei Jahre. Bei Bauwerke oder Arbeiten an einem Gebäude etwa fünf Jahre.

Quelle: Münchner Merkur. Wochenende 28./29. Januar 2017