Der Bundesgerichtshof (BGH) verbietet Gebühren für jede SMS-TAN. Ein generelles Verbot für SMS-TAN-Entgelte bleibt jedoch aus. Damit hat die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) gegen die Kreissparkasse Groß-Gerau einen Teilerfolg erreicht.

Banken und Sparkassen dürfen, so die Richter, ihren Kunden den Versand einer Transaktionsnummer (TAN) per SMS nur dann extra berechnen, wenn diese Nummer beim Onlinebanking auch tatsächlich für einen Überweisung verwendet wird.

In der Praxis bedeutet das, dass die Verbraucher auch weiterhin nach Kosten suchen müssen, wenn sie Kontomodelle vergleichen. „Transparenz sieht anders aus“, so der Chef Müller der vzbv. Dabei verlange der Gesetzgeber, dass Verbraucher gut vergleichbare Entgeltstrukturen bei Konten vorfinden sollten.

Zudem befürchten nun die Verbraucherschützer, dass Banken – die bisher den Versand der TAN kostenlos angeboten haben – bestärkt durch das BGH-Urteil, künftig kostenpflichtige SMS-TAN-Gebühren einführen werden.

Bundesgerichtshof, Urteil vom 13.06.2017, Az.: XI ZR 260/15

Quelle:

http://www.vzbv.de/pressemitteilung/online-banking-nicht-jede-sms-tan-darf-etwas-kosten

Dienstag 25. Juli 2017

http://www.focus.de/finanzen/banken/urteil-zum-online-banking-bgh-kippt-banken-klausel-fuer-kostenpflichtige-sms-tan_id_7394569.html?utm_source=Newsletter_Finanzen&utm_campaign=438a85a90e-EMAIL_CAMPAIGN_2017_07_25&utm_medium=email&utm_term=0_d3feb94941-438a85a90e-62738749&mc_cid=438a85a90e&mc_eid=d6693d07e3

Dienstag 25. Juli 2017