In den Jahren 2014 und 2015 haben 2.200 Bankstandorte in Deutschland geschlossen. Der Hauptgrund hierfür ist die Digitalisierung. Ein Rückgang von mehr als einem Viertel der Filialen seit der Jahrhundertwende. Das ergab eine Studie der staatlichen Förderbank KfW und der Universität Siegen. Der Erhebung zufolge ist der Rückbau in ländlichen Regionen oder den Städten kaum unterschiedlich.

Diese Entwicklung betreffe vor allem Unternehmenskunden. Denn gerade für Gewerbekunden bleibe der Bankberater beispielsweise bei eine Finanzierung wichtig, sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner.

Ausbau in Frankreich und Portugal

Im europäischen Vergleich liegt die Filialdichte in Deutschland im Mittelfeld. Auch in den anderen Staaten schlossen seit 2000 zahlreiche Bankfilialen. „Spitzenreiter sind demnach die Niederlande mit einem Rückgang von 66 Prozent der Zweigstellen, gefolgt von Dänemark (minus 53 Prozent) und Belgien (minus 48 Prozent). Die Filialnetze in Frankreich und in Portugal seien dagegen um jeweils fast 50 Prozent ausgebaut worden.“

Quelle:

http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-10/banken-filialschliessungen-digitalisierung-studie

Sonntag 8. Oktober 2017