Der Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände begrüßt die EU-Pläne, europaweit einheitliche Standards für Crowdinvestment-Plattformen zu schaffen.

Das Crowdsfunding ist ein Finanzierungsmodell, bei dem zahlreiche Personen online Kleinstbeträge in Projekte investieren. Auf Crowdinvestment-Plattformen werden diese Vorhaben vorgestellt. Die Kleinanleger erwarten sich hier eine entsprechende Verzinsung ihrer Investition. Dabei verlassen Kleininvestoren sich auf die Prüfung der Projekte durch die Portale, um sie vor Verluste zu schützen. Dieses Verfahren ist allerdings mangelhaft. Deshalb fordert die Verbraucherzentrale eine Regulierung und Aufsicht.

In einer Stellungnahme schlägt der vzbv folgende Mindeststandards vor:

  • Betreiber von Crowdinvestment-Plattformen sollen ihre betriebswirtschaftliche Qualifikation nachweisen müssen.
  • Plattform-Betreiber sollen für Schäden haften, wenn sie die von ihnen beworbenen Projekte nicht vorher ausreichend prüfen.
  • Betreiber sollen nur einheitliche Gebühren für die Veröffentlichtung eines Projekts verlangen dürfen – unabhängig davon, wieviel Geld zusammenkommt.
  • Die nationalen Finanzmarkt-Aufsichtsbehörden der EU-Mitgliedsländer sollen die Betreiber kontrollieren.

Quelle:

https://www.vzbv.de/dokument/crowdinvestment-plattformen-brauchen-einheitliche-standards

Donnerstag, 18. Januar 2018