Laut einer Forsa-Umfrage hebt jeder achte Kunde weniger als 50 Euro am Automaten ab. Bei den unter 30-Jährigen ist es jeder Dritte. Das lohnt sich für die Banken kaum. Denn Anschaffung, Betreuung und Wartung der Maschinen kosten viel Geld. Neue Regeln sollen Kunden nun umerziehen, schreibt „Die Welt“.

Um das Verhalten der Kunden zu ändern, verlangen Geldinstitute seit einigen Monaten Abhebeentgelte. Manche Sparkassen berechnen beispielsweise 40 Cent pro Abbuchung, andere 60 Cent. Wobei einige Auszahlungen im Monat in der Regel frei sind.

Andere Banken setzen auf einen Mindestabhebebetrag. Nach der Commerzbank-Tochter Comdirect führt auch die größte Direktbank Deutschlands ING-Diba-Bank einen Mindestbetrag von 50 Euro ein. Ab 1. Juli gilt diese neue Regel.

Gerade die Direkt- und Online-Banken fallen mit ihren Umerziehungsbemühungen auf. Bargeldzahlungen passen nicht ins Konzept. Kunden sollen das Onlinebanking nutzen und elektronisch bezahlen.

Quelle:

https://www.welt.de/finanzen/article177018670/Geldautomat-Banken-wollen-durch-neue-Regeln-die-Kosten-bei-ihren-Automaten-senken.html

Mittwoch 6. Juni, 2018. Von Karsten Seibel, Wirtschafts- und Finanzredakteur