Eine Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW bei zehn Banken ergab, dass der Effektivzins von Ratenkredite in der Spitze bei 13,7 Prozent lag. Zudem haben die Verbraucherschutzer ein heilloses Durcheinander von Gebühren vorgefunden. Fakt ist aber: Die Geldinstitute langen kräftig zu.

Test Beispiel: Ende Oktober 2018 wurden die Zinsen für „einen festverzinslichen Musterkredit über 10.000 Euro mit vier Jahre Laufzeit sowie die Gebühren für Ratenstundung, Ratenreduzierung und vorzeitiger Rückzahlung bei zehn Institute abgefragt.“

Ergebnisse: Einen Einheitszins für alle Kunden gab es nur bei zwei der zehn Banken: Comdirect (3,65 Prozent effektiv) und ING (3,79 Prozent effektiv). Für die restlichen Banken war die Höhe des Zinses von der Bonitätseinstufung der Kunden abhängig. Mit teils horrenden Unterschiede:

Bei der Targobank reichte beispielsweise die Bandbreite von 2,45 bis 13,7 Prozent Effektivzins. Beim Musterkredit bedeutete das: Kunden mit Top-Bonität zahlten insgesamt 502 Euro Zinsen, für Kunden mit geringer Bonität stiegen die Kosten auf mehr als das Fünffache: satte 2.855 Euro.

Weitere Beispiele: Laut Verbraucherzentrale NRW langten auch Deutsche Bank, S-Kreditpartner und TeamBank („EasyCredit“) als Kreditabwickler der Genossenschaftsbanken mit einem bonitätsabhängigen Maximalzins von 10,99 Prozent ordentlich zu. Dass es auch günstiger geht, zeigte die Norisbank: Hier lag die Zinsspanne zwischen effektiven 2,9 und 7,8 Prozent.

Quelle:

https://www.verbraucherzentrale.nrw/pressemeldungen/presse-nrw/stichprobe-bei-zehn-geldinstituten-zu-ratenkrediten-32149

Pressemitteilung vom 5. Dezember 2018