Bei einer Überweisung kann schnell mal ein Patzer passieren und schon ist das Geld auf einem falschen Konto gelandet. Wie muss ich mich verhalten?

Als Absender: Landet das Geld irrtümlicherweise auf einem fremdem Konto, erstmal Ruhe bewahren. Denn der Kontoinhaber darf das Geld nicht einfach abheben (Paragraph 812 BGB). Dennoch muss sich der Überweisende selbst an den Empfänger wenden. Die eigene Bank kann bei Rückbuchungen behilflich sein. Verpflichtet ist das Institut dazu jedoch nicht. Für die Hilfe werden oftmals Gebühren fällig. Sollte der Empfänger das fälschlich überwiesene Geld nicht zurück überweisen, muss im schlimmsten Fall die Rückzahlung eingeklagt werden.

Als Empfänger: Sollten Sie einen ungerechtfertigten Geldeingang auf Ihrem Konto feststellen, können Sie dieses einfach zurück überweisen. Eine andere Möglichkeit ist das Geld auf dem Konto zu belassen, bis man vom Absender zu einer Rückbuchung gebeten wird. Das fremde Geld zu behalten ist keine gute Idee.

Denn: Grundsätzlich hat der Absender des Geldes einen Herausgabeanspruch (Paragraph 812 BGB). Zudem sind Bankkunden verpflichtet, ihren Kontostand regelmäßig auf seine Richtigkeit zu überprüfen. Und vor allem bei höheren Beträgen werden es die Gerichte dem Empfänger kaum glauben, dass dieser die Überweisung nicht bemerkt hätte.

Quelle:

https://www.t-online.de/finanzen/geldanlage/id_75965018/falsche-ueberweisung-erhalten-darf-man-das-geld-behalten-.html

Donnerstag, 30. Januar 2020. Von Sabrina Manthey