Nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) gegen die Exporo AG müssen Anbieter von Nachrangdarlehen in Werbespots deutlich vor Totalverlust warnen. So hat das Landgericht Hamburg entschieden. Urteil des LG Hamburg vom 28.11.2019, Az. 312 O 279/18.

In zwei Werbevideos auf Youtube hatte Exporo für ein Investment in Immobilien mit einer jährlichen Rendite bis zu 6 Prozent geworben. Weil die Darlehen im Grundbuch nur nachrangig besichert sind, droht Anlegern im Fall einer Insolvenz der Verlust ihres Geldes. Ein Hinweis in kleiner Schrift und für wenige Sekunden einzublenden, reichen den Richtern nicht aus. Stattdessen muss die Warnung vor einem möglichen Totalverlust über die gesamte Länge des Werbespots in ausreichender Schriftgröße eingeblendet werden.

Das Unternehmen Exporo AG sammelt über seine Internetplattform bei Kleinanlegern Geld für Darlehen an Immobilien-Projektentwickler ein.

Quelle:

https://www.vzbv.de/pressemitteilung/anlagevermittler-muss-werbespots-deutlich-vor-totalverlustrisiko-warnen

Freitag, 7. Februar 2020