Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen greifen Banken bundesweit zu Maßnahmen. Dazu gehört auch die Schließung von Bankfilialen. Alle Geldinstitute versichern, dass die elementare Grundversorgung der Bankkunden mit Bargeld flächendeckend sichergestellt ist. So werden an allen Standorten weiterhin Bankautomaten aufgefüllt.

Die Hypovereinsbank hat von bundesweit 337 Zweigstellen vorerst 101 geschlossen. Auf diese Weise könne etwa ein Drittel der Filialmitarbeiter ins Homeoffice geschickt werden. Von dort aus sollen sie weiterhin Kunden betreuen – nur eben per Mail und Telefon – nicht mehr persönlich.

Wie die Sparkassen raten alle Institute dazu, nur noch in die offenen Filialen zu gehen, wenn es nicht anders möglich ist. Die Wertpapierberatung soll im Zweifel per Telefon stattfinden. Wer dringend an sein Schließfach in einer geschlossenen Filiale muss, kann dafür einen Termin vereinbaren.

Die Berliner Sparkassen wollen sich in der Corona-Krise vor allem auf die Firmenkunden konzentrieren. Neben dem eigenen Ansprechpartner bei der Bank, können Firmen sich dafür auch an die Unternehmer-Hotline wenden (030 869 866 68) – zum Beispiel, wenn sie einen KfW-Kredit in Anspruch nehmen wollen.

Viele Volksbanken bleiben geschlossen, um diese umzurüsten. Zum Schutz der Mitarbeiter und Kunden sollen Spuckschutz und Bodenmarkierungen angebracht werden. Die Institute werden möglicherweise Zutrittskontrollen vorbereiten.

Die Deutsche Bank schließt ebenfalls Filialen. Von bundesweit 500 Standorte bleiben ab Dienstag (24. März) bis auf Weiteres nur 290 geöffnet.

Bei der Commerzbank hat man sich darauf konzentriert, vor allem die großen Zweigstellen offenzuhalten. Zudem bleiben auch an den geschlossenen Standorten die Vorräume mit den Geldautomaten weiter zugänglich.

Quelle:

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/coronavirus-krise-warum-banken-etliche-filialen-schliessen/25649050.html

Montag, 23. März, 2020. Von Carla Neuhaus