Das Bundesland Nordrhein-Westfalen gilt als Hotspot für Sprengungen von Geldautomaten. Im vergangenen Jahr wurden 105 Anschläge auf Geldautomaten ausgeübt, in diesem Jahr schon 92, schreibt Business Insider.

Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA) erklärt gegenüber „Westdeutscher Rundfunk“, dass die Corona-Krise diese Situation verschärfe. Denn viele Täter kommen aus dem benachbarten Holland. Da die Grenzen zu Belgien geschlossen sind, weichen Diebe vermehrt auf Nordrhein-Westfalen aus.

Das LKA Nordrhein-Westfalen mahnt die Banken zur Vorsicht und schlägt vor, bestimmte Automaten zu entfernen. Zumindest Automaten an Hauswänden, um unter anderem Mieter nicht zu gefährden. Sollten Automaten entfernt werden, dürfte das eher jene im ländlichen Raum betreffen, wie Business Insider berichtet. Die Menschen gehen ohnehin in die Stadt, um Besorgungen zu erledigen, äußert ein Sparkassen-Sprecher. Eine Sprecherin des Bundesverbands deutscher Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) sagt, dass die Deutsche Kreditwirtschaft die Schließung von besonders gefährdeten Geldautomatenstandorten in den Nachtstunden überlegt.

Quelle:

22. Juni 2020