„Restkreditversicherungen leisten oft nicht das was sie vorgeben zu leisten, sind überteuert, lückenhaft und unnötig. Das ist ein gefährlicher Etikettenschwindel, der Verbrauchern teuer zu stehen kommen kann“, sagte Dorothea Mohn, Teamleiterin Finanzmarkt beim der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).

Die Zeitschrift Finanztest hat aktuell in einer Untersuchung festgestellt, dass viele Banken mangelhafte Restschuldversicherungen anbieten. Auch die Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sieht die hohen Prämien und Provisionen kritisch.

Sie bemängelt, dass Versicherer den Banken für die Vermittlung von Restschuldversicherungen Provisionen von bis zu mehr als 50 Prozent der Versicherungsprämie zahlen.

Aus der Sicht von Verbraucherschützer muss ein Provisionsdeckel her, sowie nachvollziehbare Kosten. So müsste die Politik die Banken dazu verpflichten, die Kosten der Restschuldversicherung im effektiven Jahreszins auszuweisen.

Zweck einer Restschuldversicherung ist, die Kreditnehmer und dessen Angehörige abzusichern, wenn sie arbeitslos oder arbeitsunfähig werden oder sterben.

Quelle:

https://www.vzbv.de/pressemitteilung/abzocke-bei-kreditabsicherungen-unterbinden

Montag 9. November 2020