Seit Januar 2020 dürfen deutsche Banken Bitcoin und andere Kryptowährungen verkaufen und verwahren. Bisher hat fast kein Geldinstitut seinen Kunden die Möglichkeit geboten virtuelles Vermögen anzulegen. Virtuelle Währungen durften nicht aus derselben rechtlichen Einheit ausgegeben werden. Banken hätten dazu extra Verwahrstellen oder spezielle Firmentöchter gebraucht. Nach einem neuem Gesetz ist das jetzt nicht mehr nötig.

Die Banken freuen sich auf ein neues Geschäftsfeld um Geld zu verdienen – Verbraucherschützer sind kritisch: Der Finanzexperte Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg warnt vor „aggressiven Kundenfang.“ Wenn Banken Kryptowährungen verkaufen und diese kostenpflichtig verwahren dürfen, besteht das Risiko, dass Kunden Kapitalanlagen mit Totalverlustrisiko angedreht werden.

Bislang mussten Banken ihre Kunden vorvertraglich über Kosten und wesentliche Anlegerinformationen informieren. Im Direktverkauf von Bitcoin und Co. ist das nicht der Fall, so Nauhauser. Fabio De Masi von der Linkspartei fordert dazu einen „Finanz-TÜV“. Dieser müsste neue Anlageprodukte vor Zulassung prüfen. Auch die Aufsicht Bafin müsse die IT-Risiken bei der Verwahrung von Krypto-Anlagen prüfen.

Quelle:

https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/kryptowaehrungen-neues-geldwaeschegesetz-banken-duerfen-bitcoin-verwahren/25276392.html

Freitag, 29. November 2019. Von Felix Holtermann