Jede Person mit einem rechtmäßigen Aufenthalt in der EU hat Anspruch auf die Eröffnung eines Basiskontos. Das gilt ausdrücklich auch für Obdachlose oder Geflüchtete, so das NDR-Magazin „Markt“.

Ein Basiskonto muss alles bieten was zur Teilhabe am bargeldlosen Zahlungsverkehr nötig ist:

  • die Möglichkeit, Bargeld ein- und auszahlen
  • Überweisungen anzuweisen oder Lastschriften zu erteilen
  • eine EC-Karte.

Basiskonten sind Guthabenkonten. Man darf also das Konto nicht überziehen. Man bekommt auch keine Kreditkarte angeboten.

Obwohl jedermann ein Recht auf ein Konto hat, kommt es trotzdem vor, dass Banken Kunden abweisen. Schwer zu verstehen, da die Leistungen begrenzt sind. Noch dazu sind die Kosten für die Kontoführung oft besonders hoch, wie das Finanzportal Biallo.de festgestellt hat.

Die Bank kann den Antrag auf ein Basiskonto aus folgenden Gründen ablehnen:

  • wenn der Kunde schon ein Zahlungskonto hat das er nutzen kann
  • wenn der Kunde wegen einer Straftat gegen die Bank verurteilt ist
  • wenn der Kunde bereits ein Basiskonto bei der Bank hatte, dieses aber gekündigt wurde
  • wenn es einen begründeten Verdacht auf Geldwäsche gibt.

Wenn die Bank trotzdem keine Basiskonto eröffnen will, kann man sich bei der Finanzaufsicht BaFin kostenlos beschweren. Die Aufsicht kann – nach einer Überprüfung – eine Kontoeröffnung anordnen.

Link:

https://www.bafin.de/DE/Verbraucher/BeschwerdenAnsprechpartner/Ansprechpartner/BaFin/bafin_node.html

Quelle:

https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Basiskonten-Grosse-Unterschiede-bei-Gebuehren,basiskonten100.html

Montag 22. Juni 2020. Von Verena von Ondarza