Seit zehn Jahren können Bankkunden ihr Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln. Bis zu einem monatlichen Betrag von 1200 Euro konnte dann nicht gepfändet werden. Der Bundestag hat nun beschlossen den Pfändungsschutz von Guthaben auf dem sogenannten P-Konto zu erweitern.

Laut n-tv sollen jetzt Betroffene die Möglichkeit bekommen, eine höhere Summe anzusparen. Mit der Reform soll etwa die Frist für die Übertragung von nicht verbrauchtem, pfändungsfreien Guthaben von einem Monat auf drei Monate verlängert werden.

Auszug des Bundestagsbeschlüsses (Drucksache 19/19850):

Hat der Schuldner in dem jeweiligen Kalendermonat nicht über Guthaben in Höhe des gesamten nach Absatz 1 pfändungsfreien Betrages verfügt, wird dieses nicht verbrauchte Guthaben in den drei nachfolgenden Kalendermonaten zusätzlich zu dem nach Absatz 1 geschützten Guthaben nicht von der Pfändung erfasst. Verfügungen sind jeweils mit dem Guthaben zu verrechnen, das zuerst dem Pfändungsschutzkonto gutgeschrieben wurde“.

Grundsätzlich darf das P-Konto Bankkunden nicht verweigert werden. Passiert das trotzdem, können sich Verbraucher direkt und kostenlos an die Bafin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) wenden. Die Bafin prüft dann, ob das Geldinstitut das Konto ablehnen darf.

Quellen:

https://www.n-tv.de/ratgeber/Pfaendungsschutz-wird-ausgeweitet-article22151992.html

Freitag, 6. November 2020

awi/dpa

https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/198/1919850.pdf

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/verbraucher-pfaendungsschutz-beim-p-konto-ausgeweitet-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-201009-99-889602

Montag, 9. Oktober 2020